Ja, wieder einmal war ich auf einem Larp, von Donnerstag auf Freitag. Es war nur ein kleiner Einladungslarp mit sechs NSC und acht, später sieben Spielern. Ich nahm diesmal als Nichtspieler teil.
Die Geschichte war wesemtlich besser ausgearbeitet als bei "Der Wald", was wohl daran liegt, dass man seine Entwicklung mehr oder weniger erfahrenen Rollenspielern überließ. Im großen und ganzen handelte es davon, dass ein Druide eine durchreisende Heldegruppe um Hilfe gegen die Räuberbande bittet, die sich in seinem Wald festgesetzt hat. Doch nach einiger Zeit und einigen Prügeleien verändert sich das Verhalten des Druiden, er wird eindringlicher, ungeduldiger und seine Heiltränke haben erstaunliche Nebenwirkungen (leider hat verdammtnochmal keiner der SC auch nur einen getrunken). Nun, am Ende stellt sich heraus, das der Druide von einem Radikalen unter seinen Schülern ermordet worden war, mit Hilfe eines Rituals die Gestalt seines Meisters annahm und schließlich mit den Räubern, die dann für ein paar Edelsteine das Weite suchen sollten, gemeinsame Sache machte um alle aus seinem Hain fern zu halten.
Eigentlich war ich wohl für die Festrolle der beiden Druiden vorgesehen, aber da ich dies erst bei meiner Ankunft erfuhr behagte mir es nicht besonders. Ein anderer Spieler, der, da er als SC sonst einen Priester spielt, mehr Erfahrung in solchen Dingen und auch die richtige Kleidung, hatte, nahm sie mir gerne ab. Also gab ich einen nichtsnutzigen Räubermagier, mehr oder weniger als Springer.
Ich schlug mich gut durch, brachte einige Spieler zu boden und starb selbst nur zwei Mal. Gut, einmal wurde mir dabei drei Mal hintereinander von anderen Personen der Todesstoß verpasst. Meine Rippen schmerzen immernoch.
Einmal musste ich einen anderen Räuber spielen, welcher, zusammen mit einem Kumpanen, die gehäutete und zerstückelte Leiche des alten Druiden entsorgen sollte. Meinen schweren Wäschesack aus Jute als Leichensack über der Schülter zogen wir so, lauthals "Julia und die Räuber" singend und uns darüber unterhaltend, wie der Hauptmann wohl die Entsorgung haben wollte und was wir bezahlt bekämen hinauf zum Spielerlager. Dort angekommen hielt man uns sofort mit vorgehaltener Waffe auf. Ich jedoch improvisierte frei drauf los: Mein Vetter sei besoffen im Wald von Räubern getötet worden und es sei brauch die Leiche in der Schlucht zu bestatten um tjjaa... äääh... die die äh Dorfbrunnen, genau, die Dorfbrunnen nicht zu verunreinigen. Zusammen mit meinem Kumpanen verwickelten wir uns so gut wir nur konnten in Widersprüche über den Wohlstand des Vetters, seine genaue Todesursache und die regionalen Bräuche. Es half nichts. Die sichtlich verwirrte Spielergruppe warf uns vor, wir Dörfler seien unmoralisch und böse, denn der Druide hatte gesagt, wir würden zu viel Holz im Wald schlagen um es zu verkaufen. Tja, wir wurden also zur Schlucht begleitet, erledigten unseren Auftrag und kehrten unbehelltig ins NSC-Lager zurück.
Die nächtlichen Überfälle liefen nicht so einfach ab, denn es war bereits um fünf Uhr so stockfinster, dass man den Streitkolben nicht vor Augen sah. Trotz der widrigen Umstände schafften wir es die Spieler um ein ganzes Arsenal von Waffen zu erleichter, einige niderzuschlagen und ihre Lagerbeleuchtung zu dezimieren.
Wir verbrachten die Nacht outtime in einer Ferienwohnung, die einem der SL gehört und machten dann um acht weiter.
Die Schlachten und der Plot verliefen gut, auch wenn ich nicht umhinn komme zu glauben, dass einige der Spieler ziemlich übel beschissen haben. Man nenne nur die unglaubliche Anzahl von Heiltränken, die Schnelle Heilung, die Treffer und besonders die Wunderheiläpfel. Letztere wurden von einer unserer NSC, die gerade eine Bäuerin darstellte, gegen eine Axt eingetauscht, welche wir uns dann, durch die Ermordung der betreffenden Person, wieder als Räuber aneigneten. Sie hatte den Spielern gesagt, dass sie sich mit den Äpfeln stärken sollten, denn "sie geben ein wenig Kraft zurück". Nun, die Spieler interpretierten dies als "Stehe sofort von den Toten auf", auch wenn es eigentlich nur Äpfel sein sollten. Naja, ich denke mal ich hätte das selbe getan, außer den Treffern vielleicht.
Die Endschlacht hätten wir, hätte ein gewisser Spieler, den ich nicht zu nennen brauche, nicht fast alle Treffer ignoriert. Es verlief so, dass wir schon bald die meisten SC am Boden und entwaffnet hatte. Ein Bogenschütze wollte gerade auf mich schießen, da ließ ich ihn mit einem Windstoß purzeln. Als ich dann zu nahe war für einen Schuß, wollte er seinen Bogen fallen lassen, warf jedoch aus versehen seine Katana ins Gras. Ich hatte leichtes Spiel. Ich fiel dann, als ich gegen den Beschissnickl und einen Herren in Leder-Kette antrat. An dieser Rüstung waren sinnvollerweise scharfe Killernieten angebracht, an welchen ich mir, als ich ihm, schon in meinen letzten Zuckungen liegend, noch einen Schlag in den Rücken gab, ein tiefes Loch ich meinen Streitkolben riss. Es stand dennoch gut für uns, denn einer der SC war in einen Bach gefallen (ich glaube der macht das gern, denn auf dem letzten Larp landete er auch schon im Wasser) und hatte keine Beine mehr. Der andere noch stehende SC war besagter Nickl und musste, nachdem er unseren Hauptmann schwer zugesetzt hatte, auf Befehl der SL auch umkippen. So gab es noch einen beinlosen SC und einen beinlosen NSC. Der SC verschoss einige Pfeile aus seinem Graben heraus, traf aber nicht, so dass sich der andere anschleppen konnte und ihn über den Rand hin von oben attackierte. Nach einem kurzen, aber heftigen, Nahkampf brach leider unser Hauptmann schön gespielt zusammen. Es ist nicht leicht zusammenzubrechen, wenn man bereits kniet, aber er schaffte es. Die SC gewannen, so wie das Gesetz es befahl.
Bei der Abreise musste dann ein Traktor herbeigeschafft werden, weil einer der SL auf die dumme Idee kam durch einen schlammigen Acker auf die Straße zu kommen.
Morgen ist wieder Schule. Bringt mich jemand um?
Die Geschichte war wesemtlich besser ausgearbeitet als bei "Der Wald", was wohl daran liegt, dass man seine Entwicklung mehr oder weniger erfahrenen Rollenspielern überließ. Im großen und ganzen handelte es davon, dass ein Druide eine durchreisende Heldegruppe um Hilfe gegen die Räuberbande bittet, die sich in seinem Wald festgesetzt hat. Doch nach einiger Zeit und einigen Prügeleien verändert sich das Verhalten des Druiden, er wird eindringlicher, ungeduldiger und seine Heiltränke haben erstaunliche Nebenwirkungen (leider hat verdammtnochmal keiner der SC auch nur einen getrunken). Nun, am Ende stellt sich heraus, das der Druide von einem Radikalen unter seinen Schülern ermordet worden war, mit Hilfe eines Rituals die Gestalt seines Meisters annahm und schließlich mit den Räubern, die dann für ein paar Edelsteine das Weite suchen sollten, gemeinsame Sache machte um alle aus seinem Hain fern zu halten.
Eigentlich war ich wohl für die Festrolle der beiden Druiden vorgesehen, aber da ich dies erst bei meiner Ankunft erfuhr behagte mir es nicht besonders. Ein anderer Spieler, der, da er als SC sonst einen Priester spielt, mehr Erfahrung in solchen Dingen und auch die richtige Kleidung, hatte, nahm sie mir gerne ab. Also gab ich einen nichtsnutzigen Räubermagier, mehr oder weniger als Springer.
Ich schlug mich gut durch, brachte einige Spieler zu boden und starb selbst nur zwei Mal. Gut, einmal wurde mir dabei drei Mal hintereinander von anderen Personen der Todesstoß verpasst. Meine Rippen schmerzen immernoch.
Einmal musste ich einen anderen Räuber spielen, welcher, zusammen mit einem Kumpanen, die gehäutete und zerstückelte Leiche des alten Druiden entsorgen sollte. Meinen schweren Wäschesack aus Jute als Leichensack über der Schülter zogen wir so, lauthals "Julia und die Räuber" singend und uns darüber unterhaltend, wie der Hauptmann wohl die Entsorgung haben wollte und was wir bezahlt bekämen hinauf zum Spielerlager. Dort angekommen hielt man uns sofort mit vorgehaltener Waffe auf. Ich jedoch improvisierte frei drauf los: Mein Vetter sei besoffen im Wald von Räubern getötet worden und es sei brauch die Leiche in der Schlucht zu bestatten um tjjaa... äääh... die die äh Dorfbrunnen, genau, die Dorfbrunnen nicht zu verunreinigen. Zusammen mit meinem Kumpanen verwickelten wir uns so gut wir nur konnten in Widersprüche über den Wohlstand des Vetters, seine genaue Todesursache und die regionalen Bräuche. Es half nichts. Die sichtlich verwirrte Spielergruppe warf uns vor, wir Dörfler seien unmoralisch und böse, denn der Druide hatte gesagt, wir würden zu viel Holz im Wald schlagen um es zu verkaufen. Tja, wir wurden also zur Schlucht begleitet, erledigten unseren Auftrag und kehrten unbehelltig ins NSC-Lager zurück.
Die nächtlichen Überfälle liefen nicht so einfach ab, denn es war bereits um fünf Uhr so stockfinster, dass man den Streitkolben nicht vor Augen sah. Trotz der widrigen Umstände schafften wir es die Spieler um ein ganzes Arsenal von Waffen zu erleichter, einige niderzuschlagen und ihre Lagerbeleuchtung zu dezimieren.
Wir verbrachten die Nacht outtime in einer Ferienwohnung, die einem der SL gehört und machten dann um acht weiter.
Die Schlachten und der Plot verliefen gut, auch wenn ich nicht umhinn komme zu glauben, dass einige der Spieler ziemlich übel beschissen haben. Man nenne nur die unglaubliche Anzahl von Heiltränken, die Schnelle Heilung, die Treffer und besonders die Wunderheiläpfel. Letztere wurden von einer unserer NSC, die gerade eine Bäuerin darstellte, gegen eine Axt eingetauscht, welche wir uns dann, durch die Ermordung der betreffenden Person, wieder als Räuber aneigneten. Sie hatte den Spielern gesagt, dass sie sich mit den Äpfeln stärken sollten, denn "sie geben ein wenig Kraft zurück". Nun, die Spieler interpretierten dies als "Stehe sofort von den Toten auf", auch wenn es eigentlich nur Äpfel sein sollten. Naja, ich denke mal ich hätte das selbe getan, außer den Treffern vielleicht.
Die Endschlacht hätten wir, hätte ein gewisser Spieler, den ich nicht zu nennen brauche, nicht fast alle Treffer ignoriert. Es verlief so, dass wir schon bald die meisten SC am Boden und entwaffnet hatte. Ein Bogenschütze wollte gerade auf mich schießen, da ließ ich ihn mit einem Windstoß purzeln. Als ich dann zu nahe war für einen Schuß, wollte er seinen Bogen fallen lassen, warf jedoch aus versehen seine Katana ins Gras. Ich hatte leichtes Spiel. Ich fiel dann, als ich gegen den Beschissnickl und einen Herren in Leder-Kette antrat. An dieser Rüstung waren sinnvollerweise scharfe Killernieten angebracht, an welchen ich mir, als ich ihm, schon in meinen letzten Zuckungen liegend, noch einen Schlag in den Rücken gab, ein tiefes Loch ich meinen Streitkolben riss. Es stand dennoch gut für uns, denn einer der SC war in einen Bach gefallen (ich glaube der macht das gern, denn auf dem letzten Larp landete er auch schon im Wasser) und hatte keine Beine mehr. Der andere noch stehende SC war besagter Nickl und musste, nachdem er unseren Hauptmann schwer zugesetzt hatte, auf Befehl der SL auch umkippen. So gab es noch einen beinlosen SC und einen beinlosen NSC. Der SC verschoss einige Pfeile aus seinem Graben heraus, traf aber nicht, so dass sich der andere anschleppen konnte und ihn über den Rand hin von oben attackierte. Nach einem kurzen, aber heftigen, Nahkampf brach leider unser Hauptmann schön gespielt zusammen. Es ist nicht leicht zusammenzubrechen, wenn man bereits kniet, aber er schaffte es. Die SC gewannen, so wie das Gesetz es befahl.
Bei der Abreise musste dann ein Traktor herbeigeschafft werden, weil einer der SL auf die dumme Idee kam durch einen schlammigen Acker auf die Straße zu kommen.
Morgen ist wieder Schule. Bringt mich jemand um?
Current Mood:
depressed
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