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29 November 2007 @ 12:23 am
Seltsame Fächer und Die Spinnen Die Franzosen  
Ah ja, dann ist da noch mein zweites Nebenfach, die sogenannte Europäische Ethnologie, ein Fach von welchem ich zunächst nicht wusste, was es darstellen sollte, bis ich feststellte, dass das niemand weiß und ein großer Teil der Kapazitäten des Faches dafür draufgeht es eventuell herauszufinden. Dies ist allerdings aus zwei Gründen erstaunlich schwierig: Zum Ersten ist man sich nicht über den Namen einig und streitet sich zwischen Kulturanthropologie, Volkskunde, Volkswissenschaft und einigen weiteren phantasievollen Ausdrücken. Zum Zweiten haben die Koriphäen auf diesem Gebiet enorme Schwierigkeiten sich auf ein Thema zu konzentrieren, selbst wenn sie nur einen einzigen Satz zu Papier bringen, sie haben essentielle Probleme mit solchen Nebensächlichkeiten wie grundlegender Grammatik und scheinen noch nie etwas von einem Satzende gehört zu haben. Ich will ja keine Namen nennen aber: Heinz Maus! Was dieser Mensch da schreibt ist so unlesbar wie Kant, nur dass jeder Satz ein anderes Thema, oder einer sogar zwei, behandelt und er ganz sicher kaum Ahnung von allen Themen hat, die er da im Amoklauf anreisst wie ein wahnsinniger Kautschukbauer mit der Spachtel.

Und wer noch nicht glauben wollte das die Franzosen spinnen, der sehe sich diese Werbung an:
http://www.youtube.com/watch?v=ck14LKBI9GM&feature=related
Trotzdem ist ja Orangina ziemlich gut.
 
 
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(Anonymous) on December 12th, 2007 12:09 pm (UTC)
Wer im Glashaus sitzt …
… sollte die verbalen Steine besser vorsichtig einsetzen:

> sie haben essentielle Probleme mit solchen Nebensächlichkeiten wie
>grundlegender Grammatik

Was auf für diesen Blogbeitrag gilt. Darüberhinaus einfache Regeln der Zeichensetzung zu beachten, würde zwar nicht den Inhalt verbessern, aber zumindest die Lesbarkeit erhöhen.
Felix M. Hummel[info]federfuchser on December 12th, 2007 12:42 pm (UTC)
Re: Wer im Glashaus sitzt …
Es käme ja auch nur wenigen intelligenten Personen in den Sinn einen in zwei, drei Minuten abgetippten Blogeintrag eines Studenten mit einer geisteswissenschaftlichen Veröffentlichung eines angesehenen Soziologen zu vergleichen.
Man könnte natürlich auch kritisieren, dass ich gar nicht das Recht habe, mich über solch hochgelehrten Herren auszulassen, aber wer so etwas von sich gibt, hat wohl nicht ganz verstanden, was ein Blog überhaupt ist: Eine Ansammlung von unqualifizierten Meinungen und wirren Ideen.
Darum sage ich, dass merkwürdige Grammatik vielleicht "auf" (sic! Anonymous) für meinen Blogeintrag gilt, aber das wohl zwei sehr verschiede Paar Schuhe sind.
(Anonymous) on December 12th, 2007 01:09 pm (UTC)
Re: Wer im Glashaus sitzt …
Als Absolvent des Studienganges Angewandte Kulturwissenschaften kenne ich das Problem des Studierens eines Themenkomplexes, den keiner so recht zu greifen, definieren oder einzugrenzen vermag. Immerhin ist man dann das Grundstudium über beschäftigt und unterliegt im Hauptstudium keinen Illusionen mehr. Da ist natürlich jede Kritik berechtigt, das ist auch nicht Frage eines fragwürdigen akademischen Titels oder des Status "Nur-Blog".

Nur: Will man eine gewisse Glaubwürdigkeit erzielen, ist es hilfreich, formale Kritik (Grammatik) nicht durch den gleichen "Fehler" zu konterkarieren. Klar, schnell getippt und ohne Lektorat, ist die Fehlertoleranz im Blog höher anzulegen. Auch ist ein Blog normalerweise keine wissenschaftliche Abhandlung, aber ich würde die Anforderung an beide mal so formulieren: Genauso wie ein Blog zumindest grundlegende Sprachkonventionen und Grammatik einhalten sollte, sollte eine wissenschaftliche Publikation ihre Inhalte genussvoll lesbar und verständlich darbieten.

PS: In der Blogbar wurde unlängst das verbreitete Antwortmuster "Du hast das Internet nicht verstanden" als "Hitlervergleich des Web 2.0" bezeichnet. Ich bin geneigt, der Blogbar Recht zu geben, obwohl damit ja strenggenommen aus beiden blöden Antworten, ein nicht weniger blödes Konglomerat gebildet wird.
Felix M. Hummel[info]federfuchser on December 12th, 2007 01:39 pm (UTC)
Re: Wer im Glashaus sitzt …
"Sollte" ist genau das Richtige. Man sollte in einem Blog einigermaßen leserlich schreiben und auch wissenschaftliche Arbeiten verständlich verfassen. Aber keiner tut das. Ich will keine Vorreiterrolle annehmen und kein besseres Zeitalter einläuten und so mache ich das auch nicht. Wenn ich irgendeine Glaubwürdigkeit hätte und diese damit untergraben könnte, dann würde ich darüber nachdenken, meine Beiträge vor dem Versenden noch einmal durchzulesen. Dem ist aber nicht so, also wird alles so bleiben wie es ist.

Im Allgemeinen stimme ich zu, dass "Du hast das Internet nicht verstanden" eine schiefe Behauptung ist, die ich jedoch niemals machen würde. Ich sagte "Du hast dieses Blog und die üblicherweise noch miserable Schreibweise im Internet nicht verstanden. Ich finde es sehr seltsam, wie man sich überhaupt über so etwas beschweren kann". "Du hast das Internet nicht verstanden" ist mir übrigens noch nie als Antwort untergekommen, meistens sieht man bei allen möglichen Flame-Wars eher so etwas wie "Lern erstmal richtig schreiben". Der Hitlervergleich des sogenannten "Web 2.0" ist meiner Meinung nach immernoch der Hitler- oder besser Nazivergleich, da dieser oft genung vorkommt und somit keiner Ersatzerscheinung bedarf.
Ich nehme es mir also auch heraus formale Kritk, die im gewöhnlichen Internet essentieller Teil der Erscheinung Flame ist, zu konterkarikieren. Sie interessiert mich eben einfach nicht, weil sie weder konstruktiv, neu, noch auf irgendeine andere Art für mich sinnvoll ist.