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Felix M. Hummel
28 February 2009 @ 11:11 am
Habe gerade meine Bestellung aus einem Antiquariat erhalten. Und was liegt in meinem M. K. H. Eggert "Archäologie. Grundzüge einer historischen Kulturwissenschaft" zwischen Seite 58 und 59? Ein RFID-Chip. Einfach so, ohne Befestigung ohne irgendwas. Dass muss entweder ein verflucht großes Antiquariat sein, dass die so etwas nötig haben, oder sie haben zu Recht Angst vor den vielen Elstern unter den Archäologiestudenten, die sich aufgrund der Studiengebühren ihre Bücher nicht mehr leisten können. Die dritte Lösung wäre ja, dass SIE hinter mir her sind. Das wäre zwar etwas sehr plump, würde aber damit zusammenpassen, dass unser Telefon ständig falsch Verbunden ist, was ja für eine Abhörvorrichtung in der Nachbarschaft spricht.^^
Naja, ich hebe ihn mal auf, ich habe nämlich noch nie einen echten gesehen.

A propos Paranoia: Kann es sein, dass meine Webseite einen Virus verbreitet? AntiVir schlägt da dauernd Alarm, aber das tut es ja sowieso immer.
 
 
Felix M. Hummel
23 February 2009 @ 11:16 pm
Irgendwie kühlt mein Laptop jetzt auch nicht mehr richtig. Scheißding, nie wieder Acer. Das Ding hat von Anfang an nur Probleme gemacht. Ich hab keine Ahnung was ich noch machen soll.
 
 
Felix M. Hummel
23 February 2009 @ 08:26 pm
Es gibt Dinge, die einfach unmöglich sind. Ein gutes Beispiel dafür ist eine Digitalkamera zu kaufen, wenn man sich gerade gut genug auskennt nicht die Erstbeste im Discounter zu kaufen, aber sonst überhaupt keine Ahnung hat. In einem Fotogeschäft stellte man mir das Nachfolgermodell des Nachfolgermodells meiner verblichenen Kamera vor, aber irgendwie wollte mir dieses nicht so recht zusagen. Einer der Gründe war, dass dieser Fotoapperattyp mit der Zeit viel an Größe abgenommen hat und fürchterlich schlecht in der Hand lag. Es macht bei Kameras wenig Sinn das Desing immer weiter zu verkleinern, wenn man dann von der Benutzung krämpfe bekommt. Dann schaute ich in ein anderes Geschäft und fand auch hier ein Modell, welches mir halbwegs nicht fürchterlich und zu teuer erschien. Außerdem war das Ding etwas größer und zeigte zumindest das Rudiment eines Handgriffes. Da der Laden aber allgemein als überteuert gilt, beschloss ich noch einmal im Internet nachzusehen. Danach war ich so verwirrt, dass ich nun überhaupt keine Ahnung habe, was ich mir anschaffen soll.
 
 
Felix M. Hummel
27 November 2008 @ 06:47 pm
Seit Längerem verwendete ich die Firewall von Zone Alarm. Vor einiger Zeit musste ich jedoch feststellen, dass es mir nicht mehr möglich war auf das VPN-Netz der Uni zuzugreifen. Ich stellte schließlich fest, dass meine Firewall ein Update gemacht hatte, bei welchem diese Verbindung als "potentiell gefährlich" gesperrt wurde. Also suchte ich nach einer Anleitung um sie wieder zu entsperren, fand aber die entsprechenden Schaltflächen nicht um den Anweisungen zu folgen. Warum? Weil diese nur in der Kostenpflichtigen Version ZoneAlarm Pro erhältlich sind.
Man sperrte mir also eine wichtige Verbindung in der Hoffnung, dass ich dann in Zukunft für meinen Schutz bezahlen würde. Nach dem Enfernen und Auftragen einer neuen Schutzschicht lief alles wieder
 
 
Felix M. Hummel
18 November 2008 @ 03:08 pm
Als wäre alles nicht schon schrecklich genung, habe ich gerade festgestellt, dass die Autokorrektur von OpenOffice, dessen dritte Version ohnehin eine mittelschwere Katastrophe gegenüber der Zweiten ist, in meiner Hausarbeit Amok gelaufen ist. Statt des Names "Ernst Frickhinger" habe ich nun überall einen "Ernst Hingerichtet", meine "unverbrannten Scherben" werden nun sogar als "hirnverbrannte Scherben" bezeichnet. Die "kalzinierten Knochensplitter" wurden relativ passend umbenannt, da viele Ausgräber behauptet hatten, solche gefunden zu haben, sie aber in keinen Archiv mehr auffindbar sind. Eine Menge von 4 angebrannten Splittern unter 142 unverbrannten wurde in der Diskussion um Brandopferplätze in Süddeutschland schon als "etliche", "eine Menge" oder "meist verbrannt" bezeichnet. Darum nennt sie Open Office ganz folgerichtig "halluzinierte Knochensplitter".
Ich schätze den Schaden auf ungefähr vier Stunden mehrarbeit, aber ich habe ja kein Leben um das ich mich sonst kümmern könnte, also ist es irgendwie doch kein Problem, obwohl's mich ärgert.
 
 
Felix M. Hummel
Das Spiel mit dem unglücklichen Titel "Galactic Assault: Prisoner of Power" soll die Kriege, die auf das Abschalten der Strahlungsemmiter am Ende des Buches "Die Bewohnte Insel" der Strugatzki-Brüder folgen darstellen. Und ich finde es gelingt durchaus.
Als erstes Sticht einem natürlich die veraltete Grafik in die Augen, aber man gewöhnt sich daran. Dafür war das Spiel ja auch günstig.
Etwas anmaßend finde ich es, dass einem die Story, welche in kurzen Textpassagen vorgelesen wird und ohne jegliche Videos auskommt, so ganz ohne jegliche Rückblende vor den Latz geknallt wird, dass man, wenn man das Buch nicht gelesen hat, sie eigentlich vollkommen vergessen kann, oder besser muss. Für Kenner des Buches ist es wiederum ernüchternd, dass das Spiel offensichtlich nich direkt aus dem Russischen ins Deutsche, sondern vom Russischen über das Englische ins Deutsche übersetzt wurde und dabei einige Ausdrücke unverständlicherweise im Angelsächsischen hängengeblieben sind. So wird der Spitzname "Wanderer" stets Englisch ausgesprochen und aus der Blauen Schlange wurde der "Blue Snake River". Dabei fragt man sich wieso sich andere Namen wie Max oder Fank einer deutschen Aussprache erfreuen.
Das Spielprinzip ist ziemlich simpel, es hadelt sich ja schließlich um ein rundenbasierendes Strategiespiel, da kann man nicht besonders viel falsch machen. Störend ist nur, dass die Fortbewegung der Einheiten sehr unübersichtlich ist und man so versehentlich Figuren ins falsche Hexfeld (deren Umrandung man eben nicht sieht) platziert. Da man keine einzelnen Bewegungen rückgängig machen kann, ist es dann oft nötig den -glücklicherweise automatisch abgespeicherten- Zug neu zu laden. Das Ausheben neuer Kriegsmaschinerie habe ich auch nach der Hälfte des Spieles noch nicht ganz begriffen, zumal es mir oft einfach nicht möglich ist neues zu Bauen obwohl ich über genug Ressource verfüge und die Plätze in den Fabriken frei sind. Vermutlich liegt dies am Missionsdesing, welches einem, ohne darauf hinzuweisen, nur den Bau einer bestimmten Zahl von Einheiten erlaubt, oder auch nur Reperaturen.
Die Einheiten selbst jedoch sind ein Glanzstück des Spieles. Auf eine minimalistische Art sind sie gleichzeitig vielfältig, sehr innovativ und schaffen es die Kulturen des Buches, die ja nur in gewissen Bereichen fortschrittlicher als die Jetztzeit und in Manchem primitiver sind, recht gut wiederzugeben. Irgendwie haben es mir besonders die Transportlastwägen mit ihren sonderbaren Panorama-Führerkanzeln und die leichten Panzer, mit ihrem an Strasenkreuzer erinnernden Desing angetan.
Jede der vielen Boden-, Luft- und Wassereinheiten hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, die man jeoch mühevoll sebst ausloten muss. Ich bin mir noch nicht über alles im klaren, da ich zum Beispiel Kreuzerpanzer nur gegen leicht beschädigte Schwere Panzer als geeignet erkannt habe. Das kann ja wohl nicht ihr eigentlicher Sinn sein.
Jedes Einheit sammelt Erfahrung, die einem auch in den nächsten Missionen zu Gute kommt und sich durch gesteigerte Feuerkraft sowie höhere Moral auswirkt.
Zu den Einheiten kommen noch Moral-Effekte, die sich normalerweise nur darauf belaufen, dass Einheiten, wenn sie eine gewisse Menge an Schaden genommen haben, nicht mehr Angreifen und keine Fähigkeiten mehr einsetzen können. Später im Spiel wird dieser Effekt wichtiger, nämlich sobald die Hypno-Emmitter eigesetzt werden. Wie im Buch verursachen diese uneingeschränkte Loyalität bis in den Tod (kein Verlust von Moral für Freund- und Feindeinheiten) und sobald sie zerstört werden, oder sich Einheiten aus ihrem Einflussbereich bewegen, einen Strahlenkater, der jeden Angriff verhindert. Man kann sie also sowohl als Unterstützung der eigenen Truppen, als auch als Mittel zur Demoralisierung des Feindes einsetzen.
Der Schwierigkeitsgrad ist wieder so eine Sache. Einfach ist definitiv zu einfach, der Gegner ist dann einfach zu sehr in der Unterzahl. Mittel geht bis einige Zeit lang gut, doch schon in Mission 9 wird man merken, dass man sich keine einzige falsche Bewegung leisten kann. Macht man einen Fehler, muss neu gestartet werden. In Mission 9 ist es zum Beispiel nötig drei Basen zu verteidigen, die die Infanterie des Gegners nicht betreten darf. Gleichzeitig muss man einen Kommandotrupp zur Basis des Feindes schicken um sie samt eines Langstreckenbombers einzunehmen. Hat man dies geschafft, müssen die Verteidiger mit Unterstüzung des Bombers ausrücken, um den Feind daran zu Hindern seinen Stützpunkt zurückzuerobern. Dieser Auftrag wird sowiet erklärt.
Durch Versuch und Irrtum erfährt man, dass der Kommandotrupp, welchen man aus der Verteidigungsmacht lösen muss, eine genau bestimmte Gröse haben muss: Groß genug um die Basis des Gegners in einem Angriffszug einnehmen zu können, da er sonst durch den Bomber aufgerieben wird und klein genug um die Verteidigung nicht so weit zu schwächen, dass sie dem Gegner nicht standhalten kann. Dieser ist nämlich schlau genug, dass er, sollte seine Basis eingenommen sein, nicht sofort zurückstürmt, wenn der Widerstand an der Basis des Spielers sehr schwach ist. Der Unterschied zwischen diesen beiden Extremen macht wahrscheinlich genau eine Einheit aus, die ich noch nicht herausgearbeitet habe.
Alles in allem ist es ein forderndes und sehr detailliertes Militärstrategiespiel, mit interessanter Atmosphäre. Es fesselt mich auch noch, wenn ich eine Mission zehn mal spielen muss.

Nachtrag: Mittlerweile weiß ich, dass es sich bei der Baubeschränkung um einen Bug handeln muss. In einer Mission wird man aufgefordert soundsoviele Panzer zu produzieren, kann dies aber nicht erfüllen, da die 500$ die man pro Runde bekommen sollte, einfach nicht auf das Konto eingehen. Ich warte auf den Patch.
 
 
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Felix M. Hummel
Das Grauen kehrt zurück - ein Grauen tiefer als ich es mir Träumen hätte lassen, etwas böses, etwas neues und gottloses. Leider handelt es sich dabei nicht um das wiederaufflammen der entsetzlichen Größe der Alone in the Dark-Reihe sondern in einem Versuch der Entwickler Uwe Bolls "Meisterwerk" in allen Bereichen zu toppen.
http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/360/Test/7582/59263/0/Alone_in_the_Dark.html
Atari hat diese Kritik anscheinend überhaupt nicht gefallen, aber statt nachzubessern, ging man auf die Kritiker los:
http://www.heise.de/newsticker/Atari-verlangt-Loeschung-negativer-Kritiken-am-Spiel-Alone-in-the-Dark--/meldung/109792
Gut, also kann ich warten bis dieses Spiel für zehn Euro für den PC herauskommt. Inzwischen bleibe ich bei Resident Evil 4 und werde irgendwann in Metal Gear Solid 4 und die dazugehörige Hardware investieren.

Übrigens gab es auch einen sehr schönen Großartikel in unserem Lokalschmierblatt in dem man konsequent die Altsteinzeit als Synoym für Neolithikum benutzte. Da ich den Artikel allerdings liegen lassen habe, muss ich ihn mir erst wieder besorgen, bevor ich darüber motzen kann.
 
 
Current Mood: angry
 
 
Felix M. Hummel
22 June 2008 @ 02:09 am
In einer Anwandlung von virtuellem Blutdurst wollte ich mir einmal wieder einen einfachen, stupiden Shooter besorgen und entschied mich schnell für Painkiller, weil Herr Corshaw (http://www.escapistmagazine.com/videos/view/zero-punctuation) meinte dies sei genau das was ich suchte. Natürlich, wie immer wenn ich ein bestimmtes Spiel haben will, war jenes im Laden nicht vorrätig.
Im Vorbeilaufen stellte ich fest, das Metal Gear Solid 4 - Guns of the Patriots herausgekommen ist, aber ich hatte leider keine vierhundert Euronen für die dazugehörige PS3 dabei. Schleißlich landete ich bei Resident Evil 4, für die PS2, welches zehn Euro mehr kostete als die PC-Version, aber selbige hatte überall wegen mieser Umsetzung grottenschlechte Kritiken.
Kurz gesagt, der neueste, schon wieder ältliche Teil der Resident Evil Reihe (die NICHT die erste Survival-Horror spiele darstellte, wie oft behauptet wird, denn jene Ehre gebührt Alone in the Dark) ist vielversprechend. Eigentlich handelt es sich dabei um Forbidden Siren in Spanien... und in Einfach.
Trotz des für ein PS-Spiel ungewöhnlichen Zielmodus ist die Steuerung flüssig und instinktiv, solange man nicht auf zu große Entfernungen zu schießen versucht. Das Ablegen der alten Traditionen tut Resident Evil gut, auch wenn sie diesen Emo-Bullen Leon gleich mit absägen hätten können. Dessen bester Auftritt war ja immerhin nur, wie er im zweiten Teil der Serie seiner Mitüberlebenden aufgrund eines Grafikfehlers zur Begrüßung an die Brust grabschte.
Die Zombies, hier ist die große Ähnlichkeit mit Forbidden Siren, sind keine Zombies, sondern besessene, die zwar irre Mörder, aber sonst noch ziemlich bei verstand sind. Ihre Waffenwahl ist allerdings primitiver als bei ihren Japanischen Kollegen, lauerte einem doch bei Forbidden Siren auf jedem Dach ein Scharfschütze auf - dies und das realistische Schadensmodell (bei einem Survival-Horror Spiel!) führten damals dazu, dass dieses hervorragende und innovative Game keine große Fangemeinde, sondern den Titel des Frustrierendsten Spiel für die PS2 erhielt...
Naja ich schweife ab. Die Tatsache jedenfalls, dass es sich nicht um Zombies handelt, sondern irgendwelche iberischen Bauerntölpel mit Mistgabel und Sichel (hier haben die japanischen Entwickler einen Fehler gemacht und Kama anstatt europäischer Sicheln eingebaut) hinterlässt ein seltsames Gefühl wenn man auf sie schießt. Irgendwie fand ich es schon ulkig, dass hier des öfteren ganz eindeutig der Werbefigut des Patros-Käsebauern der Kopf weggeblasen wird.
 
 
Current Mood: angry
 
 
Felix M. Hummel
14 June 2008 @ 09:09 am
Ein Aspekt des neuen "Sofortprogramms", der lustig sein könnte, wenn er nicht so traurig wäre ist der herrliche "Selbstjustitzparagraph". Er beinhaltet, dass Spiele und Filme indiziert werden _müssen_, wenn sie Selbstjustiz als einzige Lösung anbieten.
Das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Solche Floskel wie "ein Polizist nimmt das Gesetz in seine eigenen Hände" oder "da beschließt er, dass nur er allein seine Familie retten kann" wird man bei uns nie mehr in den Kinozeitschriften lesen, weil für indizierte Medien ein absolutes Werbeverbot gilt.
"Sieben Samurai" wird man in den Videotheken nur noch hinten bei den Hardcore-Pornos finden und dutzende von ab-12 Actionstreifen werden in der Versenkung verschwinden. Ich unterstelle, wie ich bereits vor einigen Einträgen berichtete, unseren Politikern keinen Funken gesunden Menschenverstand mehr, darum werde ich mich jetzt auch nicht fragen, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben. Was ich mich jedoch schon frage ist, warum sich niemand sonst, außer den Gamern darüber aufregt? Es trifft Leute, die gerne ins Kino gehen mit der vollen Härte genauso.
Allerdings stellt sich die Frage, ob man bei Filmen und Spielen wirklich mit einem Rechtsmaßstab messen wird. Ich glaube es ehrlich gesagt nicht. Obwohl es nur einen Gesetzestext für beides gibt, wird man höchstwahrscheinlich nur die Spiele einschränken, denn solce Filmverbote kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Wir werden also einen weiteren Schritt zurück auf dem Weg der Rechtssicherheit machen und uns immer näher an Traditionsgesetze und Auslegungsparagraphen anschmiegen.
Wenn das Gesetz doch wenigstens helfen würde, dass wir nie wieder einen Uwe Boll Film sehen müssen...
 
 
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Felix M. Hummel
13 June 2008 @ 10:17 pm
Heute wurde das "erweiterte Jugendschutzgesetz" bewilligt. Still und heimlich kam jener Tag, den keiner wahrhaben wollte. Es ist an Tag an dem ein weiterer Stein des Megalithgrabes der digitalen Kunst rücksichtslos in seine Ruhestellung kracht. Ab heute kann jedes spiel, welches eine "extreme Gewaltdarstellung" hat indiziert werden. Hatten wir es bis heute ja schon mit einem starken vorrauseilenden Gehorsam der Publisher zu tun, die immer wieder aufs neue ihre deutschen Versionen mehr verstümmelten, als es je ein Gesetz von ihnen verlangt hätte (man denke an Command & Conquer), wird dies nun endgültig durch einen Erlass zementiert.
Nein, der Punkt an welchem nur noch Biene Maja und Benjamin Blümchen in den Regalen stehen werden ist noch nicht erreicht, auch wenn sich die österreichischen Exporthändler auf's Neue die Hände reiben können. Aber die Schakale, die das heute in Kraft tretende Gesetz auf ihren Weg brachten, jaulen nun schon wieder, dass ihre eigenen Ideen viel zu schwach wären und man sie verschärfen musste. Und die Opposition? Bis hin zur Linkspartei, sind sich alle einig, dass Computerspiele Teufelswerk und bösartige moderne Hexerei sind. Keine einzige etablierte Partei äußert den geringsten Zweifel, alle gieren nur nach mehr, mehr und mehr!
Mir scheint, der Passus im Grundgesetz, welcher davon spricht, dass in deutschen Medien keine Zensur stattfindet ist durch den Jugendschutz sehr flexibel geworden. Man stelle sich vor, die Angst, dass Jugendliche Computerspiele spielen, die allen über fünfundzwanzig anscheinend vollkommen unverständlich sind, ist größer als jene, dass man die Meinungsfreiheit einschränken könnte. Was sind das nur für Prioritäten? Wenn der Staat seine Bürger lieber vor "gefährlichen" Geistesprodukten schützt, als ihnen selbst die Wahl zu überlassen, sind wir ganz bestimmt auf dem falschen Weg.
Es will mir auch nicht einleuchten, warum Computerspiele in Deutschland nicht als Kunstform akzeptiert werden, wo doch jeder billige Softporno diesen Status geniest.

Ich kann nur sagen, wer hier nicht untätig bleiben will, soll sich der Piratenpartei anschließen, oder sie zumindest wählen, sollte das endlich einmal möglich sein.
Ich werde sehen, dass ich mir morgen den neuen Alone in the Dark Teil hohlen kann, bevor die Schergen die regale Räumen um sie zu verbrennen. Jetzt mach ich erstmal meine Transkription fertig.
 
 
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Current Mood: pissed off
 
 
Felix M. Hummel
Vor geraumer Zeit habe ich die Orange Box erworben und mich mit großen Pausen bis zu Episode 2 vorgearbeitet. Einige Blicke genügten und ich hatte schon keine Lust mehr. Bei Combine-Soldaten spritzt weißer Saft (irgendwie verdammt eklig), der graue Flecken hinterlässt und alle Gegner lösen sich sofort nach ihrem Ableben auf.
Ich fand ja schon die Zensur der wirklich dezenten Blutflecken in Portal, wo sogar rote Schrift und Handabdrücke durch grau ersetzt wurden vollkommen albern, zumal das Spiel ohnehin nur in einer Box ab 18 verkauft wird, albern, aber noch hinnehmbar. Dass ich aber nun in einem Spiel auf Gegner ballere, die aussehen als würden sie dadurch ejakulieren geht zu weit. So etwas kann man nicht spielen. Die Entwickler gehoren sich in die Ecke gesetzt, damit sie sich schämen können, bis die Wand rot wird, dann hätte wenigstens etwas die richtige Farbe.
Nicht einmal ein Bisschen Entspannung kann man sich gönnen, ohne sich über irgendetwas ärgern zu müssen. Besonders gravierend ist in diesem Fall, dass diese Zensur nur vorgenommen wurde um die maßlose Profitgier des Publishers zu befriedigen. In weiser Vorrausicht, dass man diesen Teil auch einmal als einzelnes Spiel verkaufen würde, versuchte man noch eine FSK 16-Einstufung zu erreichen. Die Orange Box selbst ist ab 18 freigegeben, da Half Life 2 und Episode 1 unzensiert enthalten sind.
Ich kann gar nicht ausdrücken wie rasend mich so eine bodenlose Frechheit macht, also versuche ich es gar nicht.
 
 
Current Mood: pissed off
 
 
Felix M. Hummel
04 January 2008 @ 03:00 pm
Es gibt den Kuchen, er ist keine Lüge, das ist ganz klar. Nur wie kommt man an ihn heran?
 
 
Current Mood: amused
 
 
Felix M. Hummel
02 December 2007 @ 01:42 am
"S.T.A.L.K.E.R." und "Dead Mountaineer's Hotel" sind scheinbar nicht die einzigen erschienen, bzw. geplanten PC-Spiele, die auf den Geschichten der russischen Brüder beruhen. Im Laden sah ich heute das Strategiespiel "Galactic Assault - Prisoner of Power", welches mir weder besonders auffällig erschien, noch irgendwelche Erinnerungen in mir weckte. Im Rahmen meiner Nachforschungen zu "Dead Mountaieer's Hotel" (Oder auch "At Lost Climber's") zu welchem ich einfach nichts genaues herausfinden konnte, stieß ich wieder auf diesen Titel. Offensichtlich übernimmt man dort die Rolle von General Maxim Kamerer, also Big Bug, dem Weißen Läufer aus "Die bewohnte Insel", "Ein Käfer im Ameisenhaufen" und "Die Wellen ersticken den Wind" (toller Titel übrigens: Die Wirkung vernichtet ihre Ursache) und trägt die epischen Schlachten auf der "bewohnten Insel" aus. Da ich "Ein Käfer im Ameisenhaufen" noch nicht gelesen habe, weiß ich nicht, in wiefern das dem Buch entspricht. Zulegen werde ich es mir irgendwann, wenn es billiger wird.
Auch soll "The Island: The Earthling" oder "Inhabited Island: The Earthling" herauskommen, welches wohl ein Adventure zu "Die Bewohnte Insel" wäre.
So erstaunt und zuversichtlich ich auch über diese Entwicklung bin, so frage ich mich doch, warum man sich exakt auf die Kamerer-Reihe, genauer auf "Die bewohnte Insel" konzentriert, wo ich doch glaube, dass diese das schwächste Werk von Boris und Arkadi Strugatzki darstellt. Nein, vielleicht doch nicht. "Das lahme Schicksal" fand ich etwas belanglos und "Die hässlichen Schwäne" nicht völlig ausgereift, also bin ich wahrscheinlich nur sauer, dass man sich noch nicht mir "Die Stadt der Verdammten" beschäftigt hat.

Wiedermal ein neuer Test ist mir auch in die Finger gekommen
http://www.humanmetrics.com/cgi-win/JTypes1.htm (Die Schaltfläche "Do It" benutzen). Bei mir kam INTJ raus. Möglich, so genau verstehe ich das aber nicht.


*****
Nachtrag:
"Hard to be a God", ein Rollenspiel zu "Es ist nicht leicht ein Gott zu sein" ist anscheinend auch in der Mache. Bis auf "Dead Mountaineer's Hotel", welches auf starre, gerenderte Bilder setzt, sieht die Grafik allerdings bei allen geplanten Spielen mau aus. Aber das ist ja auch nicht das worauf es mir ankommen würde.
 
 
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Current Mood: tired
 
 
Felix M. Hummel
05 October 2007 @ 04:49 pm
Um einen selbst erstellten Ordner vom Desktop zu löschen, den ich eigentlich einfach mit einem gleichnamigen überschreiben wollte -was aber Vista für ein Schwerverbrechen hält- benötigt dieses "Betriebssystem" etwa fünf mal eine Bestätigung nur um mir dann nach fünf Minuten Rechenzeit den Vorgang mit der Nachricht "Für diesen Vorgang benötigen sie Berechtigungen" abzubrechen.
Was hat sich Microsaft nur dabei gedacht? Naja, nichts wahrscheinlich, es sollte einfach nur neu wirken. Aber irgendjemand dort in dem Saftladen muss doch bemerkt haben, dass es weder Benutzerfreundlich, sinnvoll, noch spassig ist dauernd irgendwelche Fenster mit Bestätigungsanfragen ins Gesicht geklatscht zu bekommen. Ein Doppelklick auf das Programm ist meine Bestätigung!
Ballmer du widerlicher Dämon! Was ist da dein Plan?
 
 
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Felix M. Hummel
02 October 2007 @ 04:30 pm
Schaltet man einen neuen Rechner ein, begibt man sich mit einem Mal in unentdecktes Feindesland, in eine düstere terra incognita, denn man weiß nicht welche Gefahren, welche rutschigen Geröllhalden aus Gimmick-Programmen, welche giftigen Fluten aus Spyware und welche raubtierhaften Tücken von Microsaft auf einen lauern. Vista wirckt schon auf den ersten Blick bedrohlich, zerklüftet und undurchdringlich, so dass sich der unbedarfte Benutzer fühlt, als hätte man ihn mitten im Amazonas ausgesetzt und er hätte dabei festgestellt, das Rüdiger Nehberg offensichtlich nur über ganz andere Teile seine Überlebensschriften verfasst hatte.
Nachdem man sich mit der Machete einen Weg durch den Programmduschngel gelöscht und das üppig die Wege überwuchernde Desing in bekannte Grenzen verwiesen hat, stellt sich dann langsam heraus, dass es sich nicht um ein funktionierendes Ökosystem Regenwald, sondern um öde Industriesteppe welche mit Plastikpflanzen zugestellt wurde, handelt. Nichts besonders Brauchbares zum Überleben ist dort zu finden, halbfertige Luxusgüter liegen in den verlassenen Fabrikhallen, die von immernoch schussbereiten Sicherheitssystemen bewacht werden. Dem Nutzer drängt sich der Gedanke auf, dass der einzige Weg um eine entspannende, brauchbare Arbeitsumgebung zu schaffen "pax per superiorem potestatem igni" oder zumindest eine Atombombe, fünfzig Jahre Wartezeit und einen grundlegenden Neustart verlangen würde. Da dies nicht in der Macht des einzelnen liegt, baut man sich ein Bett aus pieksenden Plastikpalmblättern, stellt Blumentöpfe vor die gierigen Augen der Sicherheitskammeras und beginnt seine Arbeit mit archaischen Mitteln, als man in einem stillgelegten Biotech-Labor mit Erdpigmenten Antilopen und Hyänen auf die glatten Stahlwände malt.

So weit nur, nachdem ich die Sprachsteuerung ausprobiert habe. Ich schire über eine Stunde meinen Bildschirm an und beschloss anschließend, diese Funktion nie wieder zu öffnen.
 
 
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Felix M. Hummel
01 October 2007 @ 08:28 pm
Eigentlich wollte ich etwas über den Larp am Wochenender schreiben, aber dann kam ich auf die Idee, dass ich für's Studium einen Laptop brauche und langsam einen kaufen sollte. Also ging ich zum einzigen ordentlichen Computerhändler, Hösl, den es in unserer Gegend noch gibt, fand nach einigem Suchen ein passendes Modell, ließ mir vom Händler ein wenig erklären, wie man Windows Vista ohne Wutanfall bedienen kann ("Unmöglich, aber erstaml allen Unfug abschalten.") und fuhr dann nach Hause.
Dort packte ich das Gerät aus und stutzte als ich die Aufkleber unter der Tastatur sah. Dort stand, dass eine Nvidia GeForce 8400 mit 128MB eingebaut sei. Eigentlich hätte es aber eine GeForce 8600 mit 512MB sein sollen. Also das Telefon geschnappt und den Verkäufer angerufen, welcher sich verwundert gab und sich von mir erstmal alle Nummern an allen Seiten des Kleincomputers vorlesen ließ. Damit fertig, riet er mir den Kasten erteinmal anzuwerfen und festzustellen, ob das System auch die falsche Karte anzeige. Das tat es, darum werde ich das Ding morgen zurückbringen.
Frag sich nur wie so etwas passieren kann. Die Systemzusammenstellung wie sie in der Schachtel war, stand so gar nicht zu Verkauf und war mit der Seriennummer der Konbination versehen, die ich gewollt hätte. Man musste also nicht nur einen falschen Laptop in die Verpackung geschoben haben, sonder für diesen auch falsche Ettiketten mit der Seriennummer eines anderen Modells, aber der Zusammenstellung eines schlechteren Gerätes gedruckt haben.
Ein bloßer Irrtum scheit hier sehr unwahrscheinlich. Wohl eher ist der Fall, das Acer sich auf diese Methode Hardware im Wert von über 100 Euro spart, denn wer nicht auf die Aufkleber achtet, wundert sich vielleicht warum das Ding so langsam ist und bemerkt erst nach Ablauf der Garanite, dass schlechteres Zeug eingebaut ist, als im Angebot war. Betrug ist dabei jedoch schwer nachzuweisen, da ja die Aufkleber die richtige Hardware bezeichnen...
Der Händler kann jedenfalls nichts dafür der Karton war ja noch versiegelt.
 
 
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