Schon fast eins, mit der Arbeit bin ich noch nicht fertig und lernen muss ich auch noch...
Dennoch möchte ich mich als Mitglied der Piratenpartei einmal zum Beitritt Jörg Tauss' zu Worte melden.
Es ist eine schwierige Situation. Zum Einen ist damit ein erfahrener Medienpolitiker aufgenommen worden, welcher mit immerhin knapp vierzig Jahren in der SPD viel zum Erfolg der Partei beitragen kann. Zum Anderen wiegen die Vorwürfe gegen ihn vor allem in der Öffentlichkeit schwer. Immer wieder wurde gesagt, dass die Piratenpartei damit für den einfachen Bild-Leser gleich einer Kinderpornopartei geworden sei. Dies ist ziemlich wahrscheinlich, aber nur sehr wenige einfache Bildleser hätten auch ansonsten die Piraten je gewählt. Ich glaube jedoch zusätzlich, dass die Vorverurteilung Tauss' nicht auf die Bildzeitung (deren Berichterstattung zu dieser Thematik schon an Rufmord vorbeischrammt) beschränkt ist, sondern dass auch andere Teile der Bevölkerung bereits so denken.
Der Gegenwind für die Piraten ist im Vergleich zu der aktuellen Bedeutung der Partei erstaunlich: Es unter anderem gab Hausdurchsuchungen und gleichermaßen Vorwürfe eine Nazi- wie eine Kommunisten- oder Raubkopiererpartei zu sein, die den rechtschaffenden Künstlern die Existenzgrundlage rauben will.
Zu dieser präkeren Situation stößt nun Tauss, gegen welcher den Besitz von kinderpornographischen Materialien zugegeben hat. Seiner Erklärung auf der Webseite tauss.de, hat er sich dieses Material allerdings im Zuge seiner Nachforschungen zu den Beschaffungswegen dieser Kriminalität besorgt. Das mag sehr hanebüchen klingen, doch wenn man betrachtet, dass Tauss auf diesem Gebiet immer wieder als Experte gehandelt wurde, kann man zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er damit die Wahrheit sagt. Zweifel bleiben mir dennoch.
Hinzu kommt, dass auch unabhängig von seinen Zielen, sein Handeln strafbar sein könnte.
"Könnte?" mag man da fragen. Ist es nicht in jedem Fall strafbar? Nein, scheinbar nicht:
ht tp://www.gulli.com/news/kipo-frau-von-de r-leyen-2009-05-07/
Aus diesem Artikel geht hervor, dass die Beschaffung, der Besitz und die Vorführung (damit auch Verbreitung?) von Kinderpornographie für Frau Ministerin von der Leyen trotz Anzeige und kurzzeitiger Ermittlungen folgenlos geblieben ist. Eine Presseerklärung der Piratenpartei (ht tp://www.piratenpartei.de/node/779) gibt dies auch für Herrn Zierke an, wobei ich hier allerdings auf Anhieb keine andere Quelle finden kann.
Während Tauss seine Bezugsquellen -zumindest nachträglich und damit, wenn seine Erklärungen stimmen, seltsam spät- offengelegt hat und seine Mitarbeiter entlastete, bleiben jene von Frau von der Leyen im Dunkeln.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann glaube ich nicht, dass sich die Piratenpartei mit Tauss' Aufnahme einen Gefallen getan hat. Sein Ruf kann nur schlimmer werden, ganz egal ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. Nein, die Piratenpartei läuft mit ihm sogar in Gefahr, zur Tauss-Partei zu werden, da er scheinbar nun das einzige Mitglied mit politische Erfahrung ist.
Das ist es nicht wert, aber nun ist es zu spät.
Dennoch möchte ich mich als Mitglied der Piratenpartei einmal zum Beitritt Jörg Tauss' zu Worte melden.
Es ist eine schwierige Situation. Zum Einen ist damit ein erfahrener Medienpolitiker aufgenommen worden, welcher mit immerhin knapp vierzig Jahren in der SPD viel zum Erfolg der Partei beitragen kann. Zum Anderen wiegen die Vorwürfe gegen ihn vor allem in der Öffentlichkeit schwer. Immer wieder wurde gesagt, dass die Piratenpartei damit für den einfachen Bild-Leser gleich einer Kinderpornopartei geworden sei. Dies ist ziemlich wahrscheinlich, aber nur sehr wenige einfache Bildleser hätten auch ansonsten die Piraten je gewählt. Ich glaube jedoch zusätzlich, dass die Vorverurteilung Tauss' nicht auf die Bildzeitung (deren Berichterstattung zu dieser Thematik schon an Rufmord vorbeischrammt) beschränkt ist, sondern dass auch andere Teile der Bevölkerung bereits so denken.
Der Gegenwind für die Piraten ist im Vergleich zu der aktuellen Bedeutung der Partei erstaunlich: Es unter anderem gab Hausdurchsuchungen und gleichermaßen Vorwürfe eine Nazi- wie eine Kommunisten- oder Raubkopiererpartei zu sein, die den rechtschaffenden Künstlern die Existenzgrundlage rauben will.
Zu dieser präkeren Situation stößt nun Tauss, gegen welcher den Besitz von kinderpornographischen Materialien zugegeben hat. Seiner Erklärung auf der Webseite tauss.de, hat er sich dieses Material allerdings im Zuge seiner Nachforschungen zu den Beschaffungswegen dieser Kriminalität besorgt. Das mag sehr hanebüchen klingen, doch wenn man betrachtet, dass Tauss auf diesem Gebiet immer wieder als Experte gehandelt wurde, kann man zumindest die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass er damit die Wahrheit sagt. Zweifel bleiben mir dennoch.
Hinzu kommt, dass auch unabhängig von seinen Zielen, sein Handeln strafbar sein könnte.
"Könnte?" mag man da fragen. Ist es nicht in jedem Fall strafbar? Nein, scheinbar nicht:
ht tp://www.gulli.com/news/kipo-frau-von-de
Aus diesem Artikel geht hervor, dass die Beschaffung, der Besitz und die Vorführung (damit auch Verbreitung?) von Kinderpornographie für Frau Ministerin von der Leyen trotz Anzeige und kurzzeitiger Ermittlungen folgenlos geblieben ist. Eine Presseerklärung der Piratenpartei (ht tp://www.piratenpartei.de/node/779) gibt dies auch für Herrn Zierke an, wobei ich hier allerdings auf Anhieb keine andere Quelle finden kann.
Während Tauss seine Bezugsquellen -zumindest nachträglich und damit, wenn seine Erklärungen stimmen, seltsam spät- offengelegt hat und seine Mitarbeiter entlastete, bleiben jene von Frau von der Leyen im Dunkeln.
Wenn ich so darüber nachdenke, dann glaube ich nicht, dass sich die Piratenpartei mit Tauss' Aufnahme einen Gefallen getan hat. Sein Ruf kann nur schlimmer werden, ganz egal ob das Verfahren eingestellt wird oder nicht. Nein, die Piratenpartei läuft mit ihm sogar in Gefahr, zur Tauss-Partei zu werden, da er scheinbar nun das einzige Mitglied mit politische Erfahrung ist.
Das ist es nicht wert, aber nun ist es zu spät.
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